Die, die das Haus füllt

Patientenaufnahme

Lebendig geht es zu am Arbeitsplatz von Kirsten Anton. Zuvorkommend, hilfsbereit und mit einem Lächeln spricht sie am Telefon mit Kliniken, Krankenkassen und Rentenversicherungen, die ein Zimmer für die Anschlussheilbehandlung (AHB) oder Rehabilitationsmaßnahme eines Patienten in der DRK-Nordsee-Reha-Klinik buchen möchten. 

„Meine Aufgabe ist es, das Haus zu füllen. Die Betten sollen im Idealfall konti-nuierlich belegt sein.“ Ihr ständiger Begleiter ist dabei das Headset. „Damit habe ich vollen Aktionsradius. Schon während einer Anfrage kann ich die ersten Patientendaten in unser System eingeben, ein Zimmer auswählen und parallel dazu Notizen machen. Es ist aus meinem Arbeitstag nicht wegzudenken.“ Schließlich klingelt hier von 8 bis 16 Uhr nahezu pausenlos das Telefon.

Haben Sie ein Bett frei für eine linke Hüfte? Das ist eine von täglich etwa 50-60 telefonischen Anfragen, die Kirsten Anton entgegennimmt. „Neben den Kliniken und Kostenträgern rufen viele Patienten mit organisatorischen Fragen vor ihrem Aufenthalt an. Kann mein Mann mitkommen? Ich habe Fahrstuhlangst und möchte ein Zimmer im Erdgeschoss. Wir haben eine Familienfeier, können wir den Termin verschieben? Ich versuche natürlich jeden Wunsch zu erfüllen und persönliche Bedürfnisse zu berücksichtigen. Schließlich möchten wir unseren Patienten den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten. Den Weg dahin möchte ich ebnen. Das in der Belegung passend einzurichten, ist manchmal ganz schön herausfordernd, gelingt aber meistens.“

Fast immer ist Kirsten Anton die erste Kontaktperson für die Patienten. Denn über die Aufnahme und Zimmerbelegung hinaus versendet sie die schriftlichen Einladungen und weitere Antrags- und Infomaterialien.

Und damit nach der Ankunft des Patienten alles reibungslos ineinandergreift, informiert sie vorab die entsprechenden Abteilungen wie z.B. den Pflegedienst über erforderliche medizinische Hilfsmittel, die Diätberatung bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und koordiniert den Fahrdienst, der manche Patienten abholt. „Eine gute Arbeitsorganisation ist für meinen Job besonders wichtig. Kaum ist eine Anfrage eingebucht, klingelt schon wieder der Nächste. Da muss man einen klaren Kopf bewahren und darf sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Immer freundlich zu sein, versteht sich von selbst, auch wenn man mal einen schlechten Tag hat.“

Wöchentlich überprüft sie alle Belegungsdetails und übergibt die Patientenakten kurz vor Anreise an die Rezeption.

„Wenn die Patienten anreisen, bin ich nicht mehr involviert. Leider lerne ich die meisten daher nicht persönlich kennen. Manche, mit denen ich vorher telefoniert habe, kommen aber doch zu mir und stellen sich vor. Das ist immer schön.

Das Schöne an der Arbeit…

  • … ist die Lebendigkeit und die Kommunikation. Es macht Spaß sowohl mit den Patienten als auch den Mitarbeitern der Krankenkassen oder der Krankenhäuser zu telefonieren. Mit der Zeit kennt man sich gut und es entsteht ein nettes Verhältnis.
  • Schauen, basteln, tun – d.h. die Belegung so gestalten, dass für den Patienten alles passt.
  • Die Arbeit nicht nur unter dem wirtschaftlichen Aspekt der Belegung zu sehen, sondern insbesondere im Sinne der Patienten, denen wir als Einrichtung des DRK helfen wollen.

Das besondere Extra für die Patienten:

Ich hoffe, dass ich den Patienten sehr viel Freundlichkeit, Höflichkeit und Einfühlungsvermögen entgegenbringe. Ich versuche immer, im Sinne des Patienten alles möglich und den Patienten glücklich zu machen.