St. Peter-Ording
Das Heil- und Schwefelbad St.Peter-Ording ist mit ca. 4.200 Einwohnern touristisches Zentrum der Nordseehalbinsel Eiderstedt, die südwestlich von Husum auf einer Breite von ca. 15 km und 30 km weit ins Wattenmeer hineinragt.
Neben den modernen Kuranlagen stehen den Besuchern eine Solequelle, ein Thermalbad, eine atemberaubende 12 km lange Sandbank und ein großes Waldgebiet mit herrlichen Wandermöglichkeiten zur Verfügung.
Typische Attraktionen und beliebte Fotomotive des Erholungsortes sind die Strandsegler und die Pfahlbauten auf den weiten Sandbänken, die einst als Umkleidekabinen für Badegäste errichtet wurden und heute stilvoll-rustikale Restaurants beherbergen.
Im Ortsteil St. Peter-Dorf findet man die Kirche aus dem 13. Jh. und das in einem nordfriesischen Bauernhaus untergebrachte Eiderstedter Heimatmuseum mit historischen Dokumentationen zu Eindeichung, Schifffahrt, Fischerei, Handwerk und Alltagsgeschichte.
Neben vielfältigen Freizeitanlagen (Beachvolleyball, Tennis- und Golfplätze, Reitsport und ausgedehnte Wanderwege) bietet St. Peter-Ording selbstverständlich moderne Einkaufsmöglichkeiten und traditionsreiche Gastronomie.
Zu Tagesausflügen in die Umgebung laden das eindrucksvolle Eidersperrwerk ein, der berühmte Leuchturm von Westerhever, die Hebbelstadt Wesselburen und viele andere interessante Sehenswürdigkeiten.
Das Wattenmeer
Das Watt - ein ganz besonderer Lebensraum!
Das Wattenmeer (von altfriesisch "wad" = seicht, untief) der Deutschen Bucht erstreckt sich auf einer Fläche von 285.000 Hektar. Zweimal täglich überschwemmt das Nordseewasser die Wattflächen, um sich anschließend wieder zurückzuziehen. Dieser periodische Wechsel (die Tide) ist bestimmt durch die Gezeiten: Das auflaufende Wassers nennt man Flut, das ablaufende Ebbe. Dieser dynamische Vorgang ist einer der Gründe für die Entstehung des Wattenmeeres: Die fortgesetzte Anhäufung winzigster Sandpartikel (Sedimente) lässt das Land förmlich aus dem Meer wachsen.
Im Wattenmeer, das - als weltweit einzigartiger Naturraum - 1985 zum Nationalpark erklärt wurde, leben weit über 1000 Tierarten: die kleinsten sind nur Zehntelmillimeter groß, die Seehunde messen an die zwei Meter, weiterhin Wattwürmer, viele Muschel- und Schneckenarten und unzählige Mikroorganismen. Besonders im Spätsommer lassen sich bis zu 1,5 Mio. Watt- und Wasservögel beobachten, die sich auf ihrem langen Flug zu ihren Brutgebieten (Skandinavien) befinden oder auf dem Weg zur Überwinterung in südlichen Gefilden.
Weitere Informationen:
Stock, Zucchi u.a.: Watt - Lebensraum zwischen Land und Meer. Verlag Boyens & Co., Heide 1995.














